Experimental|Travel|Photography

Taking a leaf from Experimental Travel (as popularized by LATOUREX and the Lonely Planet Guide to Experimental Travel), I conducted a photo experiment today:

  • walk as you would normally
  • every two minutes: stop, take one photograph

Disclaimer: You are at all times responsible for your own safety an that of other people. If you cannot stop safely, it is up to you, whether you skip that photo or stop at the next safe moment.

I would not put any restrictions on equipment, technique or subject: The idea is to look around yourself, and to find something to make an interesting picture.

I used the Android app MindBell – not quite as the designer intended – to chime every two minutes.

Don’t stop for a “worthwhile motif” and wait for the next chime! You will find that you bypass a whole lot of things that are more interesting than what you see when the bell chimes. That in itself is a worthwhile experience.

So here are the results of my first 2-minute photo-walk:

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If you try this yourself, I’d love to read about it in the comments (if possible with a link to the pictures/slideshow).

Rear View Mirror

20170801_RearViewMirror.jpg

It is surprisingly difficult to get a good shot of the driver’s view through the mirror. Even when stationary! 🙂

In the image above, I could have moved the rucksack you see on the right, and it might just have been possible for me to move my head a little further out of the way. I had already turned the mirror to avoid getting the camera on the picture. Even so, I could barely see the picture I was taking on the display of the camera.

So the solution is to either fake it completely, that is, to change the seat and mirror so that there is a space for the camera where it captures a “realistic” view both in the mirror and through the windscreen. (Realistic in the sense that it reflects what the driver would see if they were in their normal seated position.)

Or to have a miniscule camera near the eye position of the driver, akin to the Google Glass camera, so that the camera does not register on the photo and has almost the same viewing angle as the driver.

Either way: Don’t try this while driving!

 

Question to Photograpers

… and painters and all other artists working in 2D – and anybody who has an appreciation for the visual arts:

Which image has the better composition?

 

Both are cropped at exactly the same size from the same image to make the comparison fair.
Feel free to comment just which version you prefer, you don’t have to give a reason.

 

[uncropped version below – scroll down only after you have decided!]

 

 

 

 

 

 

 

[ uncropped shot ]

20170726_BallyCroy_FirstShot

The situation: I had just found a reasonably safe spot to stop on this dangerous road, the wind was biting and it was beginning to rain – this was the first shot after getting out of the car. I did not know if I’d get a second one, especially with that sunny hillside left of center. (I did have the time for a couple more careful shots…)

Regenbogen

Nein, ich komme nicht schon wieder mit “Kitschbildern”. Bei der Überlegung, was ein Regenbogen eigentlich ist, fiel mir auf, dass das Phänomen “Regenbogen” vieles illustriert, was wir Menschen schlecht verstehen können.

Was ist ein Regenbogen?

Wikipedia sagt dazu Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen […]

Es braucht dazu:

  • Die Sonne (oder eine andere Lichtquelle die Licht mehr als einer Wellenlänge abstrahlt)
  • Eine Vielzahl Wassertropfen (andere klare Flüssigkeiten würden vermutlich auch funktionieren)
  • EineN BetrachterIn (oder ein Abbildungsgerät)

Der letzte Punkt ist wichtig:

Im Auge der Betrachterin

Zwei BeobachterInnen an verschiedenen Positionen können zwar zur gleichen Zeit einen Regenbogen an der gleichen Regenwand – und mit der gleichen Sonne 😉 – beobachten, die Position und/oder Größe der Regenbögen, die beide sehen, wird aber – relativ zum Hintergrund – verschieden sein. (Im Vergleich dazu ist ein projiziertes Bild auf einer Leinwand für verschiedene Betrachter immer dasselbe, nur soweit von der Position der BetrachterIn abhängig, wie es bei einem gemalten oder gedruckten Bild auch der Fall wäre. … und es komme jetzt niemand mit präparierten Leinwänden und Linsenrasterbildern an.)

Das, was wir allgemein als Regenbogen bezeichnen, kommt erst im Zusammenspiel dieser drei Komponenten zustande. Der Regenbogen ist kein Ding, das eine von der BeobachterIn unabhängige Position und Ausdehnung hat. Ich möchte niemanden davon abhalten, nach dem legendären Topf voll Gold am Ende des Regenbogens zu suchen – ich gebe aber auch keine Tipps, an welchem Ende der Topf tatsächlich vergraben ist.

Die Masse macht’s

Einzelne Tropfen, auch eine ganze Reihe von Tropfen, erzeugen noch keinen Regenbogen. Erst wenn – buchstäblich – eine unüberschaubare Menge an Tropfen über die “Projektionsfläche” verteilt ist, wo wir dann den Regenbogen sehen, entsteht für unser Auge auch tatsächlich ein Regenbogen.

(Genau genommen, müsste sich in einem einzelnen Tropfen auch ein Regenbogen sehen lassen. Wenn die relative Position von Auge, Tropfen und Lichtquelle stimmt. Das heißt der Tropfen müsste ggf. ziemlich groß sein, Auge und/oder Lichtquelle ziemlich klein, um sich nicht ins Gehege zu kommen.)

Nicht zu fassen

Nehmen wir mal an, jemand stünde am Ende des Regenbogens. Besser: Er oder sie schwebte in einem Ballon in der Ebene, in der wir den Regenbogen wahrnehmen. Sie oder er könnte dem Regenbogen, den wir sehen, nichts antun, außer

  1. den Regen auf einem kleinen Segment abschirmen, so dass an dieser Stelle das Sonnenlicht nicht reflektiert wird, und dadurch für uns eine Lücke im Regenbogen entsteht,
  2. oder in den Strahlengang zwischen den Regentropfen und unseren Augen zu schweben. Was dann aber bedeuten würden, dass sie oder er an dieser Stelle den Regenbogen scheinbar verdeckt – für uns nicht zu unterscheiden.

Der Regenbogen ist also ein Phänomen, das über eine Fläche (etwas vereinfacht) verteilt ist, so dass es sich mit lokalen Eingriffen auch nur lokal beeinträchtigen lässt.

(Wenn wir künstliche Lichtquellen zulassen, wäre das natürlich der Ansatzpunkt, den kompletten Regenbogen “auszuschalten”.)

Und er bewegt sich nicht

… obwohl sich (beim üblichen natürlichen Regenbogen) die Regentropfen, die das weiße Licht in seine Spektralfarben aufspreizen, ständig bewegen. Jeder Wassertropfen ist nur so lange an der Erzeugung des Regenbogens beteiligt, wie er sich in dem Bereich bewegt, wo wir den Regenbogen sehen. Weder sind die Regentropfen farbig, noch könnten wir irgendeine bestimmte Menge an Regentropfen für den Regenbogen verantwortlich machen – außer alle Tropfen, die in dem Beobachtungszeitraum den Bereich durchquert haben, in dem wir den Regenbogen wahrgenommen haben.

Anders herum betrachtet ist jeder Tropfen, der zum Bild des Regenbogens beiträgt nur für einen Moment Teil des Regenbogens. Und wenn auch ein einzelner Tropfen verzichtbar wäre: je weniger Tropfen, desto blasser der Bogen – bis kein Regenbogen mehr zu sehen ist.

Eine Brücke in eine andere Welt

Wenn mensch diese Dinge verstanden hat, und verstanden hat, dass all das zusammen den Regenbogen ausmacht, steht mensch in der Tat an der Schwelle zu einer anderen Welt: eine Welt, die multikausal, dynamisch, facettenreich, vielfarbig und unendlich spannend ist.

Und in der kein einziges Wesen allein verantwortlich ist für das, was geschieht, sondern sich alles in einem komplexen Zusammenspiel aus Gesetzmäßigkeiten und dem Verhalten diverser TeilnehmerInnen und Objekte entwickelt.